Über mich

Ich bin Deborah. Künstlerin, Naturliebhaberin, Natur-Imkerin und vor allem ein Mensch mit einer tiefen Lebensverwunderung.

Meine Kunst entsteht aus einem ständigen Dialog mit der Natur, mit meiner eigenen Innenwelt und mit allem, was uns verbindet. Was ich schaffe, ist mehr als ein Bild auf Leinwand. Es ist ein Gefühl, eine Erinnerung, eine Begegnung zwischen Energie und Stille. Kunst war für mich keine Wahl, sondern ein Grundbedürfnis. Es ist die Brille, durch die ich die Welt beobachte. Sie hilft mir, die Schönheit des Alltags zu sehen: den Rhythmus einer Biene, die von Blüte zu Blüte fliegt, das Spiel des Lichts zwischen Blättern, eine unerwartete Farbe am Himmel oder ein Detail, an dem die meisten Menschen vorbeigehen. Wo Worte manchmal versagen, spricht die Kunst. Sie ist meine Sprache, mein Ventil und meine Art, komplexe Emotionen zu verstehen, zu verarbeiten und ihnen einen Platz zu geben.

Meine künstlerische Reise begann mit realistischen Arbeiten. Ich war fasziniert davon, das Gesehene präzise festzuhalten. Doch je mehr ich als Künstlerin wuchs, desto stärker wurde auch mein Wunsch, nicht nur die sichtbare Welt darzustellen, sondern vor allem das Erleben dahinter.

Langsam entwickelte sich meine Arbeit hin zur organischen und botanischen abstrakten Kunst. Eine Bildsprache, in der Gefühl, Intuition und Natur zusammenkommen. Manchmal entstehen Gemälde in sanften, warmen Tönen und fließenden Linien. Dann wieder Werke voller kräftiger Farben, Bewegung und Ausdruck. Das hängt vom Fluss ab, in dem ich mich befinde, und davon, was sich in diesem Moment zeigen will. In meiner Arbeit suche ich immer nach derselben Essenz: der Schönheit und dem Wunder, das die Natur uns jeden Tag schenkt.

Meine größte Inspirationsquelle ist die Natur. Schon von klein auf fühlte ich mich mit Tieren, Pflanzen und dem Leben im Freien verbunden. Diese Liebe bildet immer noch die Grundlage all dessen, was ich schaffe. Besonders meine Bienen haben einen besonderen Einfluss auf meine Arbeit. Als Natur-Imkerin erlebe ich täglich, wie intelligent, zerbrechlich und gleichzeitig kraftvoll diese kleinen Lebewesen sind.

Ich arbeite gerne mit Bienenwachs, oft von meinen eigenen Bienen stammend. Das macht jedes Kunstwerk noch persönlicher. Es fühlt sich an, als würde die Natur selbst am kreativen Prozess mitwirken. Meine Inspiration kommt aus dieser Verbundenheit. Aus den Jahreszeiten. Aus Wachstum und Verfall. Aus der Stille eines Morgenspaziergangs und der Lebenskraft eines blühenden Gartens.

Ich mache Kunst, weil ich Menschen all die Schönheit genießen lassen möchte, die die Natur zu bieten hat. Weil ich glaube, dass Staunen uns näher zu uns selbst bringt. Weil ich Menschen einladen möchte, in einer Welt, die immer schneller zu werden scheint, einen Moment innezuhalten. Durch meine Arbeit möchte ich Energie, Leidenschaft, Lebensfreude, aber auch Ruhe, Stille und Freude weitergeben. Das empfinde ich als eine Mission.

Meine bevorzugte Technik ist Encaustic Art: Arbeiten mit Bienenwachs kombiniert mit Mixed Media. Was mich daran so anspricht, ist die Kombination aus Kontrolle und Hingabe. Geschmolzenes Wachs lässt sich nämlich nicht vollständig steuern. Es bewegt sich, fließt und überrascht. Gerade darin entsteht Magie. Das Wachs verleiht meinen Werken eine einzigartige Tiefe, Transparenz und organische Textur. Materialien können buchstäblich in die verschiedenen Schichten eingeschlossen werden, wodurch geheimnisvolle Tiefen entstehen, die sich nicht auf den ersten Blick erschließen.

Ich arbeite zudem gerne mit Materialien, die ich in der Natur finde. Durch Schleifen, Einbrennen, Aufbauen und Schichten übereinanderlegen entsteht ein reiches Bild, das immer wieder zum Entdecken einlädt. Die Natur besteht schließlich auch aus Schichten. Von Wurzeln unter der Erde bis zu Blüten im Licht. Diese Schichtung versuche ich auf der Leinwand spürbar zu machen.

Einer der einschneidendsten Momente in meinem Leben war ein Nahtoderlebnis nach der Geburt meines Kindes. Diese Erfahrung hat meine Sicht auf das Leben für immer verändert. Sie ließ mich spüren, wie zerbrechlich und kostbar das Leben ist. Aber auch, wie kraftvoll Kreativität in Zeiten der Verarbeitung und Genesung sein kann. In dieser Zeit entdeckte ich, dass Kunst nicht nur Schönheit bringen, sondern auch Trost spenden kann. Dass sie ein Ort sein kann, wo Emotionen existieren dürfen, ohne erklärt werden zu müssen. Diese Erfahrung lebt noch immer in meiner Arbeit fort. Nicht als Schwere, sondern als tiefes Bewusstsein für das Leben selbst. Ein Verlangen, bewusst zu leben, zu fühlen und zu schaffen.

Mehr als nur Künstlerin. Neben dem Schaffen von Kunst empfinde ich es als unglaublich wertvoll, andere in ihrem eigenen kreativen Prozess zu inspirieren. In meinem Atelier gebe ich Kurse, in denen Menschen Raum zum Experimentieren, Loslassen und Entdecken ihrer eigenen kreativen Stimme erhalten. Es ist immer wieder besonders zu sehen, was entsteht, wenn Menschen sich erlauben, aus Freiheit und Gefühl heraus zu schaffen. Auch die zweimal jährlich stattfindende Aaltense Kunstroute ist ein wichtiger Bestandteil meines Künstlertums.

Für mich ist dies viel mehr als ein Ereignis. Es ist eine Feier der Kreativität, Kultur und Verbindung. Ein Ort, an dem Kunst für jeden zugänglich wird. Wo Künstler sich treffen, Geschichten geteilt werden und neue Verbindungen entstehen. Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, nicht nur meine eigene Arbeit zu zeigen, sondern auch anderen eine Plattform zu bieten. Das stärkt meine Rolle als Künstlerin und als Vermittlerin.

Was man in meiner Arbeit spüren kann. In meinen Gemälden kehren Tiere, Blumen und natürliche Formen immer wieder zurück. Sie erzählen Geschichten von Wachstum, Zerbrechlichkeit, Kraft und Verbundenheit. Meine Werke scheinen manchmal fast zu atmen. Die sanften Farben bilden das ruhige Einatmen: Stille, Besinnung, Sanftheit, Geheimnis und Beruhigung. Die hellen Farben sind das expressive Ausatmen: Leidenschaft, Lebensfreude, Tatkraft, Freude und Bewegung. Zwischen diesen beiden Extremen entsteht eine natürliche Balance. Genau wie im Leben selbst.

Meine Kunst ist vollständig, wenn sie mit dem Betrachter in Resonanz tritt. Wenn jemand sich in einem Werk wiedererkennt. Wenn ein Gefühl berührt wird. Wenn geteilte Werte ohne Worte sichtbar werden. Und vielleicht der schönste Moment ist, wenn ein Gemälde sein Zuhause bei jemandem findet, für den es gemacht zu sein scheint. Wenn die Energie des Werkes mit der Persönlichkeit, dem Interieur und der Geschichte des neuen Besitzers übereinstimmt. Das fühlt sich jedes Mal wieder magisch an.

Meine Mission. Mit Deborah Bee Atelier möchte ich Menschen an die Schönheit erinnern, die überall vorhanden ist. An die Kraft des Staunens. An die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Meine Kunst bringt Wärme, Atmosphäre und Bedeutung in einen Raum, aber vor allem hoffe ich, dass sie etwas in Bewegung setzt. Ein Gefühl. Eine Erinnerung. Ein Lächeln. Einen Moment der Ruhe. Denn letztendlich glaube ich, dass Kunst nicht nur etwas zum Anschauen ist. Es ist etwas zum Erleben. Eine Energie, die von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Und ich bin dankbar, dass ich diese Energie durch meine Arbeit teilen darf.

Liebe Grüße, Deborah.

Deborah Bee Atelier.